Spätburgunder

Diese weltweit verbreitete Rotweinsorte besitzt sehr viele Synonyme, von denen nur einige hier angeführt werden können : Pinot Noir, Pinot Nero, Blauburgunder, Klevner, Klebrot, Pinot Tinto, Pignol.


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Aufblühendes Geschein des Spätburgunders


Der Blaue Spätburgunder ist eine der ältesten und berühmtesten Rotweinsorten weltweit. Vermutlich ist sie auch die Ausgangsform der anderen Burgundersorten und Elter von Chardonnay und Auxerrois. In Frankreich stellt sie mit insgesamt ca. 22.000 ha die Hauptsorte in den Regionen Burgund und Champagne dar. Die Anbaufläche in Deutschland beträgt 11.733 ha, wobei 5700 ha allein auf Baden entfallen. Im Rheingau stehen etwa 400 ha Blauer Spätburgunder, mit Schwerpunkt Assmannshausen, an der Ahr sind es ca. 280 ha. Sie ist in fast allen Weinbauregionen der gemäßigten Klimazonen verbreitet. Bei feuchter Herbstwitterung kommt es bei den traditionellen Spätburgundern wegen der dichten und sehr kompakten Trauben schnell zur Traubenfäule, was zu einem starken Farbstoffverlust und somit blassen Rotweinen führen kann. Wir haben daher den Spätburgunderin der Lage „Alsheimer Frühmesse“ gepflanzt. Eine Anlage befindet sich im Gewann „Donau“, die andere im Gewann „Kolben“. Wir haben Klone verwendet, die die Neigung zur Botrytis weniger besitzen und somit erreicht, dass wir unsere Spätburgunder bis zur optimalen Reife am Stock belassen können.


Reifende Spätburgundertraube

Reifende Spätburgundertraube


Herkunft:
Es liegt nahe, dass die Sorte Blauer Spätburgunder aus den Wildreben Westeuropas hervorgegangen ist. Vermutlich wurde sie bereits zur Zeit der Römer unter der Bezeichnung Vitis allobrogica ausgelesen und kultiviert. Wahrscheinlich ist sie auch schon von den Galliern in Frankreich bzw. von den Kelten Mitteleuropas angebaut worden. Nach Deutschland führte der klassische Weg der Burgunderreben über das Rhônetal aufwärts durch die burgundische Pforte in das Oberrheintal. Karl der III. brachte den Spätburgunder 884 unter der Bezeichnung Clävner an den Bodensee. Danach waren vor allem die bedeutenden mittelalterlichen Klöster in Ostfrankreich und Deutschland für seine weitere Verbreitung verantwortlich. Um 1440 wurde er von den Mönchen des Zisterzienserklosters Eberbach unter dem Namen Klebrot in den Rheingau eingeführt.



Unser Spätburgunder im Kolben

Unser Spätburgunder im Kolben


Bemerkungen:
Die hohe Mutabilität ist die Ursache für die Entwicklung vielfältiger Spätburgundertypen mit unterschiedlichen Eigenschaften. Die Spätburgunderklone variieren hinsichtlich ihrer Wuchsform, Traubenstruktur, Trauben- und Beerengrösse und sind somit für verschiedenste Standortbedingungen verwendbar.

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