St. Laurent

Einige Synonyme des St. Laurent: Laurenzitraube, Sankt Lorenz Traube, Pinot St. Laurent

 

Weitgehend ausgefärbte Traube des St. Laurent

Weitgehend ausgefärbte Traube des St. Laurent

 

Das Hauptverbreitungsgebiet des St. Laurent ist Tschechien und Österreich. In Deutschland wird er vor allem in Rheinhessen und der Pfalz auf ca. 657 ha angebaut. Er neigte früher wegen des Befalls mit dem Blattrollvirus zu starken Ertragsschwankungen, was aber durch gezielte Klonenselektion stabilisiert werden konnte. St. Laurent neigt im Herbst bei feuchter Witterung zur Traubenfäule. Wir haben daher einen Standort in der „Alsheimer Frühmesse“ Gewann „Auf dem Erbental“ gewählt um den Herbstnebeln der tieferen Lagen zu entgehen und gleichzeitig nicht zu windoffen zu sein.
Die Weine des St. Laurent präsentieren sich samtig, dunkelrot, fruchtig und kräftig. Wir bauen unseren St. Laurent häufig im Barrique aus. Dies erweitert die Aromatik ohne die Sortenaromen zu verdecken.

 

Reife Trauben des St. Laurent mit typisch gelbem Herbstlaub

Reife Trauben des St. Laurent mit typisch gelbem Herbstlaub

 

Herkunft:
Saint Laurent kam vermutlich Mitte des 19. Jahrhunderts aus dem Elsaß durch Johann Phillipp Bronner (1792-1864) nach Deutschland. Da die Trauben schon Anfang bis Mitte August verfärben, bezieht sich ihr Name wahrscheinlich auf den Heiligen St. Lorenz (10. August). Ein Problem ist, dass St. Laurent ampelographisch nur sehr schwer von Spätburgunder zu trennen ist. Daher kam er auch öfter in gemischten Sätzen vor. Nur die höhere Farbintensität, die etwas andere Traubenform und der abweichende Reifetermin lassen eine Trennung zu. Molekularbiologisch zeigt sich aber deutlich, dass St. Laurent nicht zur engeren Gruppe der Burgunder gehört.

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